F o t o d e s i g n - M u l t i v i s i o n
SANDRA BUTSCHEIKE & STEFFEN MENDER
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Reiseinfos Norwegen






allgemeine Informationen



Fakten und Zahlen
Fläche385.207 km²
Einwohner5,38 Mio.
Bevölkerungsdichte14 Einwohner pro km²
Hauptstadt
Oslo
EU-LandNorwegen ist kein Mitglied der Eurpäischen Union.
WährungNorwegische Krone (NOK)
Kfz-KennzeichenN
Telefonvorwahl+47
Zeitganzjährig kein Unterschied zu Deutschland
StromspannungKein Reisestecker erforderlich

Reisedokumente


Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass
  • vorläufiger Reisepass
  • Personalausweis
  • vorläufiger Personalausweis
  • Kinderreisepass


Geld & Zahlungsmittel

Währung

Norwegische Krone (NOK) / 1 NOK = 100 Öre
1 EUR = 10,30 NOK (Stand Januar 2021)

Bargeld ist in Norwegen fast nicht notwendig. Kredit- und Bankomatkarten werden fast flächendeckend
angenommen.

An vielen Tankstellen kann man nur an Automaten bezahlen. Hierfür benötigt man die PIN-Nummer der Kreditkarte.


Trinkgeld

Trinkgeld ist in Norwegen nicht üblich.
In Restaurants und bei Taxifahrten kann gerne aufgerundet werden.


Hunde und Katzen

Für die Einreise (und Durchreise) ist ein EU-Heimtierausweis mit Mikrochip-Kennzeichnug erforderlich.  
Hier muss eine gültige Tollwutimpung eingetragen sein.

Außerdem benötigen Hunde eine Bandwurmbehandlung (frühestens 120 bis spätestens 24 Stunden vor der Einreise), die im Heimtierpass eingetragen sein muss.

In einem Veterinärzertifikat müssen Informationen über den Namen des Tierbesitzers, das Identitätsmerkmal des Tieres, die Tollwutimpfung und die Behandlung gegen Bandwurmbefall dokumentiert sein. Das Veterinärzertifikat muss von einem öffentlichen Veterinär im Absendeland unterzeichnet sein, oder durch einen in der EU anerkannten Pass.

Bei der Einreise ist das Tier dem Zoll (Öffnungszeiten beachten) mit den erforderlichen Dokumenten vorzustellen.

Die Einfuhr einiger Kampfhunderassen ist verboten.

Weitere Informationen:
https://www.mattilsynet.no


Klima und Reisezeit

Klima

Norwegen liegt zwischen dem 59. und dem 70. Breitengrad. Durch diese gewaltige Ausdehnung mit Gebirge, Gletschern, Fjorden und Küste herscht in Norwegen sehr unterschiedliches Klima.
Trotz der nördlichen Lage und seiner Nähe zum Polarkreis ist das Wetter in Norwegen relativ mild. Ein Grund dafür sind die von Westen kommenden Passatwinde und der Golfstrom, der warmes Wasser aus dem südlichen Atlantik bis zur norwegischen Küste befördert. Dadurch bleiben die Küstenregionen selbst im Winter eisfrei.

Im Osten, Nordosten und im Binnenland herrscht kontinentales Klima, das durch warme Sommer und strenge Winter geprägt ist. Gerade im Hochland fällt das Thermometer im Winter nicht selten unter -30°C.

Grundsätzlich sind die Küstengebiete also wärmer, dafür aber regenreicher als das Binnenland. Das skandinavische Gebirge (Skanden) trennt mit seinen bis zu 2500 Meter hohen Gipfeln das milde Küstenklima vom Rest des Landes. Hier regnen sich die vom Atlantik kommenden Wolken ab, was zu sehr viel Niederschlag an der Südwestküste Norwegens führt. Nicht umsonst zählt Bergen zu den regenreichsten Städten Europas.

Die Mitternachtssonne im Juni und Juli bringt auch im Norden deutlich höhere Temperaturen.

Der Süden ist die wärmste und trockenste Region des Landes.

Im Herbst und Winter fällt in Norwegen der meiste Niederschlag. Im Mai und Juni ist es am trockensten.


Reisezeit

Wann ist nun die beste Reisezeit für Norwegen?
Das hängt natürlich davon ab, wie Du Deinen Urlaub verbringen möchtest und welche Aktivitäten Du planst.

Sommer

Der Sommer ist mit langen Tagen und warmen Temperaturen die beliebteste Reisezeit in Norwegen.
Jetzt ist auch die angenehmste Zeit für Outdoor-Aktivitäten. Im Osten und im Süden kann das Thermometer auf bis zu 30 Grad ansteigen. Selbst die Nächte sind oft warm und die Wassertemperatur des Meeres und der vielen Seen erreichen jetzt Badetemperatur (etwa 18 Grad).
Außerdem kann man zu dieser Zeit im hohen Norden die Mitternachtssonne bestaunen. Auch im Süden wird es nicht mehr richtig dunkel. Das hat den Vorteil, dass Du ganz viel Zeit hast, die spektakulären Landschaften Norwegens zu erkunden.

Zwischen Juli und August kommen die meisten Touristen nach Norwegen. In der Hauptsaison sind die Preise für Unterkünfte höher. Gegebenenfalls muss man auch an Sehenswürdigkeiten und Fähren mit längeren Wartezeiten rechnen.

Dafür warten warme Temperaturen und extrem lange Tage auf Dich.
Frühling

Der norwegische Frühling zeigt sich häufig von seiner schönsten Seite. Ein besonderes Schauspiel bietet die Obstbaumblüte. im Mai (die genaue Zeit variiert von Jahr zu Jahr) verwandeln unzählige Apfel- und Kirschbäume die Ufer der Fjorde in ein wahres Blütenmeer.
In vielen Teilen des Landes setzt die Schneeschmelze ein, so dass Wasserfälle ihre volle Kraft entfalten.

Aufgrund der Schneeschmelze ist das Frühjahr keine optimale Zeit zum Wandern
(besonders im Hochland). Reißende Flüsse und reichlich Schneemassen machen viele Regionen im Frühling unpassierbar. Auch die Wanderhütten öffnen erst Mitte Juni.

Im Frühling sind noch nicht alle Sehenswürdigkeiten und Bergpässe geöffnet. Auch Campingplätze und Unterkünfte sind teilweise noch geschlossen. Dafür sind noch nicht so viele Touristen unterwegs, so dass es deutlich ruhiger ist als im Sommer.

Winter

Im Winter werden die Tage kurz und die Nächte lang. Nördlich des Polarkreises steigt die Sonne fast 2 Monate (Dezember bis Januar) nicht mehr über den Horizont. Allerdings ist es zu dieser Zeit nicht komplett dunkel. Während der Morgen- und Abendämmerung kommt es zu ganz speziellen Farbspielen und Lichtstimmungen. Und natürlich hast Du in den Wintermonaten die besten Chancen Polarlichter zu bewundern.

Für Aktivitäten eignet sich am besten die Zeit von Februar bis April. Dann sind die Tage schon wieder deutlich länger und die Temperaturen nicht mehr ganz so eisig. Und den Aktivitäten sind keine Grenzen gesetzt. Du kannst Skifahren, mit Schneeschuhen oder Hundeschlitten tief verschneite Landschaften erkunden, Eisangeln, Wale beobachten und nicht zuletzt norwegische Weihnachtstraditionen erleben.

Herbst

Für uns ist der Herbst die schönste Zeit für Wander- und Trekkingtouren. Die Touristenmassen sind verschwunden und die Landschaft verwandelt sich in ein spektakuläres Farbenmeer aus den verschiedensten Rot-, Orange- und Gelbtönen.
Außerdem kannst Du jetzt wunderbar Beeren und Pilze sammeln.

Mit etwas Glück kannst Du im hohen Norden bereits ab Ende August den magischen Tanz der Polarlichter bewundern.

Im Norden und in den Hochlagen musst Du bereits Ende September mit Schneefall rechnen. Nun wird es deutlich kälter und wechselhafter.



Anreise mit dem eigenen Auto


Du möchtest mit dem eigenen Auto nach Norwegen fahren? Dann hast Du mehrere Möglichkeiten.


1. Kombination Auto und Fähre

über Deutschland
                                                                                                                                    

Fähre Kiel - Oslo
  
(Color Line, 20 Stunden, 7 x pro Woche)
 


über Dänemark  
                                                                                                                            
Fähre Kopenhagen - Oslo
(DFDS Seaways, 1 Stunde 15 Minuten, 7 x pro Woche)

Fähre Hirtshals - Kristiansand
(Fjord Line, 1 Stunde 15 Minuten, 3 x pro Tag)
(Color Line, 3 Stunden 15 Minuten, 14 x pro Woche)

Fähre Hirtshals - Larvik
(Color Line, 1 Stunde 15 Minuten, 14 x pro Woche)

Fähre Hirtshals – Langesund
(Fjord Line, 1 Stunde 15 Minuten, 7 x pro Woche)

Fähre Hirtshals – Stavanger
(Fjord Line, 1 Stunde 15 Minuten, 7 x pro Woche)

Fähre Hirtshals – Bergen
(Fjord Line, 1 Stunde 15 Minuten, 7 x pro Woche)


über Schweden

Fähre Rostock – Trelleborg
(Stena Line, TT-Line, 6 Stunden)

Fähre Kiel - Göteborg
(Stena Line, 14 Stunden 30 Minuten)

Fähre Travemünde - Trelleborg
(TT-Line, 7 Stunden 45 Minuten)

Fähre Travemünde - Malmö
(Finnlines, 8 Stunden 45 Minuten)

Fähre Sassnitz - Ystadt
(FRS, 2 Sunden 30 Minuten, ab März 2021)


über Dänemark und Schweden

Fähre Putgarden - Rødby
(Scandlines, 45 Minuten, Fähre muss nicht im Voraus gebucht werden)

Fähre Rostock - Gedser
(Scandlines, 1 Stunde 45 Minuten)

Fähre Helsingør-Helsingborg

(
Scandlines, 20 Minuten, Fähre muss nicht im Voraus gebucht werden)

Alternativ zur Fähre
Helsingør-Helsingborg kann man auch über die Öresundbrücke (mautpflichtig) nach Schweden fahren. Scandlines bietet für beide Varianten Kombitickets an, mit denen man sich einige Euros sparen kann.


2. Anreise nur mit dem Auto über Dänemark und Schweden

Wer nicht gerne mit der Fähre unterwegs ist oder leicht seekrank wird, kann auch auf dem Landweg
über Dänemark und Schweden nach Norwegen reisen. Hierfür fährt man über
die Storebæltbrücke
und die Öresundbrücke (beide Brücken sind mautpflichtig) und entlang der schwedischen Westküste
Richtung Norwegen.

Die Anreise über Schweden ist oft günstiger als die direkte Fährüberfahrt von Dänemark bzw. Deutschland nach Norwegen.



Unterwegs

Maut / Vignette

In Norwegen fällt keine generelle Vignette für die Straßennutzung an, aber es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Mauterhebungen.

1. verschiedene Streckenabschnitte des norwegischen Straßennetzes / Umweltzonen in großen Städten

Die Maut wird elektronisch erhoben: Kameras erfassen das KFZ-Kennzeichen und man bekommt innerhalb von ein paar Wochen eine Rechnung per Post. Der Betrag wird überwiesen und die Sache ist erledigt.
Allerdings bezahlt man auf diese Weise immer den höchsten Mautbetrag und erhält keinerlei Rabatte. Übrigens noch eine gute Nachricht. Wenn die Baukosten für die entsprechenden Streckenabschnitte abbezahlt sind, entfällt die Maut.

Wer länger unterwegs ist und viele Fähren nutzt, sollte auf jeden Fall über einen Autopass nachdenken.
Damit kann man viele Euros sparen.

Gewerblich genutzte Fahrzeuge über 3,5 Tonnen (dazu gehören auch Wohnmobile, die über einen gewerblichen Anbieter gemietet werden)
müssen mit einem elektronischen System zur automatischen Erfassung der Maut ausgestattet sein.

Den Autopass kann man über folgende Webseite bestellen:
https://www.autopass.no/de/autopass


2. Bomvei

Bei Bomveien handelt es sich zumeist um private Straßen oder Wege. Sie sind oft nicht asphaltiert und durchziehen weite Teile des Landes. Die Gebühren für die Benutzung werden an einem kleinen Mauthäuschen direkt vor Ort bezahlt. Hierfür muss ein Formular ausgefüllt werden. Das Original und der entsprechende Betrag in Bar wandert in die Kasse des Vertrauens. Der Durchschlag wird gut sichtbar an der Windschutzscheibe angebracht.

An einigen Mauthäuschen kann man die Gebühr auch mit Karte zahlen.
© 2020 by Sandra Butscheike & Steffen Mender
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